… bald ist Nikolausabend da …

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Äpfel, Nüsse, Mandelkern sind längst nicht mehr alleinige, wenn auch immer noch beliebte Gaben im Nikolausstiefel. Foto: Emmerich

Schon einmal einen zuckersüßen Vorgeschmack aufs Weihnachtsfest bringt den Kindern – den kleinen wie den großen – der Nikolaus am 6. Dezember. Noch bis zur Reformation wurden die Kinder am Nikolaustag reich beschenkt. Mit der Abschaffung der Heiligenverehrung übernahm dann das Christkind diese Aufgabe und bringt seitdem an Heiligabend den Kindern Geschenke. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch am Nikolaustag noch kleine Präsente. Außerdem haben sich rund um den 6. Dezember in den verschiedenen Gegenden zahlreiche Traditionen bewahrt.

Die Bräuche gehen auf den Heiligen Nikolaus von Myra zurück, einen Bischof, der im vierten Jahrhundert lebte und dem eine große Herzensgüte nachgesagt wird. Um ihn und seine barmherzigen Taten ranken sich viele Legenden. So soll er sich stets für die Armen und Schwachen eingesetzt haben, dabei immer mit ganz besonderem Augenmerk auf die Kinder. Aus einer reichen Familie stammend verschenkte er im Laufe seines Lebens sein gesamtes Vermögen: Bedürftigen Familien mit Kindern soll er heimlich Geld durch den Kamin geworfen haben, welches in den daran aufgehängten Strümpfen landete – einen Brauch, den man auch heute noch in vielen Ländern finden kann. Daher hängen beispielsweise die Kinder in den USA immer an Weihnachten Socken an den Kamin.

Die Verehrung des Heiligen Nikolaus begann im sechsten Jahrhundert in der griechischen Kirche, breitete sich von dort in Süd- und Mitteleuropa aus und bis zum 16. Jahrhundert gab es über 2.200 Nikolaus-Kirchen in Deutschland –  seit 1555 bringt der Nikolaus Geschenke für Kinder.

In manchen Gegenden kommt der Nikolaus bereits am Abend des 5. Dezembers und verteilt seine Gaben. Teilweise nutzt er aber auch die Nacht zum 6. Dezember, so dass sich kleine und große Kinder dann gleich am Morgen über die Geschenke freuen können. Beim sogenannten Einkehrbrauch kommt der Nikolaus mit weißem Bart, Bischofsstab, goldenem Buch und einem Sack voller Geschenke in die Familien, fragt nach, ob die Kinder artig waren und lässt sich ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen. In Belgien und Holland wiederum kommt der Nikolaus in Begleitung einer bedrohlich aussehenden Figur, dem Zwarte Piet. In Deutschland kennt man den Begleiter allgemein als Knecht Ruprecht, aber auch Hans Muff, Hans Trapp und weitere Namen gibt es.

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Leckere, selbst gebackene Plätzchen und Lebkuchen schmecken nicht nur an Nikolaus, sondern in der gesamten Adventszeit. Foto: Emmerich

Teilweise finden sich die Geschenke auch einfach am nächsten Morgen im Stiefel vor der Zimmertür. Der Brauch des frisch geputzten und gefüllten Nikolaus-Stiefels soll ebenfalls in den befüllten Strümpfen seinen Ursprung haben. Spätestens am 5. Dezember gegen Abend werden in den meisten Haushalten von den Kindern die Stiefel auf Hochglanz gebracht, denn in schmutzige Stiefel steckt der Nikolaus keine Süßigkeiten.

Apropos Geschenke: „Äpfel, Nüsse und Mandelkern“ finden sich heutzutage mehr und mehr nur noch als dekoratives Beiwerk im Stiefel oder auf dem Gabenteller. Süßigkeiten sind hingegen die verbreitetste Gabe am Nikolaustag. Mehr und mehr mischen sich auch kleine Non-Food-Artikel wie beispielsweise Bücher, Spielzeug oder CDs unter die Schokolade.

Und, was steckt bei Euch morgen im Stiefel?
Ich freue mich wie immer auf Eure Kommentare.

Übrigens lohnt sich ein Besuch auf meinem Blog am morgigen Nikolaustag besonders … da es morgen ein besonderes Geschenk zu gewinnen gibt.

Eure Martina

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