Genussmomente auf den 23. Odenwälder Lammwochen

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Die 23. Odenwälder Lammwochen bieten kulinarische Genüsse, Erlebniswanderungen und viel Wissenswertes. Foto: Emmerich

Vom 11. bis 26. Juni laden 18 Gastronomiebetriebe wieder zu den beliebten Odenwälder Lammwochen ein. Die kulinarischen Tage rund ums Odenwälder Weidelamm finden bereits zum 23. Mal statt.

Die Vielfalt und Natürlichkeit des Odenwalds lässt sich schmecken: Das stellen die Gastronomen und Schäfer gemeinsam während der über die Region hinaus bekannten Odenwälder Lammwochen unter Beweis: Während die Lämmer auf den kräuterreichen Weiden des Odenwaldes grasen und aufwachsen, bekommt ihr Fleisch einen besonders würzigen Geschmack. Das macht die daraus zubereiteten Gerichte zu einer besonderen Leckerei. Davon können sich Genießer in den verschiedenen Locations überzeugen und traditionelle ebenso wie modern-kreative Speisen rund ums Odenwälder Lamm essen.

Zahlreiche Veranstaltungen anlässlich der Odenwälder Lammwochen

Einen Vorgeschmack auf die vielfältigen Genüsse rund ums Odenwälder Lamm erhielten die Gäste der Eröffnungsveranstaltung bereits am 9. Juni im Hotel-Restaurant Berghof in Reichelsheim-Erzbach. Diesmal bereitete ausschließlich das Team des Hauses kreative Gerichte zu, bei denen das gesamte Lamm verarbeitet wurde. „Die Qualität des Lammfleisches aus dem Odenwald war noch nie so gut wie heute“, lobte Armin Treusch, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreises.

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Als Vorspeise wurde bei der Eröffnungsfeier der Odenwälder Lammwochen Lebermouse mit Spargelsalat und Lammsülze serviert. Foto: Emmerich.

Doch nicht nur das Fleisch, sondern auch die Schafsmilch stand bei der Veranstaltung hoch im Kurs. Die Schafsmilch, die über einen hohen Fett- und Eiweißanteil, aber auch viele Vitamine und Mineralstoffe verfügt, wird meist für Käse verwendet. Für die Auftaktveranstaltung der Lammwochen wurde die von Reinhard Heinzt mitgebrachte Schafsmilch jedoch zu einem cremigen Vanilleeis verarbeitet.

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Ein besonderer Genuss war das Vanilleeis aus Schafsmilch, die Schokoladenmousse sowie das Erdbeer-Tiramisu. Foto: Emmerich

Im Odenwald leben rund 3.500 Mutterschafe in Herden, die von überwiegend nebenberuflichen Schäfern betreut werden. Diese kümmern sich mit ihren Tieren auch um die Landschaftsverpflege und wirken so einer Verbuschung entgegen. Obwohl die Schäfer einen wichtigen Beitrag für die Region leisten, wird es immer schwerer für sie. „Wer von der Schäferei leben will, muss mindestens 400 Muttertiere haben“, sagt Alfons Gimber, Bundesvorsitzender des Schafzuchtverbandes, der zur Unterstützung der Schäfer die Einführung einer Weideschafprämie für Muttertiere fordert. Auch Nachwuchs in diesem Bereich zu finden ist nicht einfach: Wer den Beruf erlernen möchte, hat deutschlandweit auch nur noch an zwei Schulen die Möglichkeit, sich das dafür notwendige Fachwissen anzueignen.

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Moderatorin Britta Wiegand sprach mir Alfons Gimber (Bundesvorsitzender des Schafzuchtverbandes) und Reinhard Heintz (Vorsitzender des Verbandes für Schafzucht und -haltung) sowie Bernd Keller (Vorsitzender des Schäfervereins Odenwaldkreis) über die Schafhaltung in der Region. Foto: Emmerich

Im Rahmen der 23. Odenwälder Lammwochen haben Interessierte nicht nur die Möglichkeit sich kulinarisch verwöhnen zu lassen, sondern können auch eine Menge über die Schafe, ihren Nutzen und ihre Haltung erfahren. Als ein besonderes Highlight aus dem Programm möchte ich Euch die Erlebniswanderung am 18. Juni 2016 von 9 bis 18 Uhr empfehlen. Unter dem Motto „Odenwälder Lämmer, Kulinarik und Braukunst“ habt Ihr hier die Möglichkeit die Privatbrauerei Schmucker zu besichtigen, von der Schäfermeister Bernd Keller den Treber für das Futter seiner Schafe erhält. Nach einer kleinen Stärkung wandern die Teilnehmer zum Odenwaldgasthaus „Zum Löwen“ und lassen sich dort kulinarisch verwöhnen: Dort erwartet Euch ein Mittagstisch vom Odenwälder Weidelamm. Frisch gestärkt geht es dann mit dem Schäfermeister Bernd Keller zu seinen Schafen. Auf dem Weg, an Stall und auf der Weide wird er viel Wissenswertes um die Stars der Veranstaltung zu berichten wissen. Der Preis liegt bei 49 Euro pro Person. Eine Anmeldung wird per E-Mail an tourismus@odenwald.de oder per Telefon (06061-965970) empfohlen.

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Während der Erlebniswanderung wird Schäfermeister Bernd Keller, hier zusammen mit seiner Frau Christel, viel Interessantes über seine Schafe zu berichten wissen. Foto: Emmerich

Ein weiteres Erlebnis, dass Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet, ist Treuschs Wein Tasting mit Odenwälder Lamm und Weinen am 24. Juni 2016 ab 19 Uhr. Hierbei habt Ihr die Möglichkeit zehn feine Weine aus Groß-Umstadt, Roßdorf, Zwingenberg, Heppenheim, Bensheim, Heidelberg, Leimen, Gundelsheim, Bürgstadt und Klingenberg zu genießen. Zusätzlich gibt es acht kleine Köstlichkeiten vom Odenwälder Lamm, die den Abend in ein ganz besonderes Genusserlebnis verwandeln. Der Preis liegt bei 54 Euro pro Person. Eine Anmeldung wird empfohlen (info@treuschs-schwanen.com).

Am 26. Juni 2016 lädt Kobold Kieselbart von den Felsenmeerdrachen von 14 bis 15 Uhr zu seinen Koboldmärchen von Schafen, Lämmern, wollenen Socken und Knopfgeschichten ein. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 4 Jahren und kostet für Kinder bis 10 Jahre 3 Euro und für ältere Kids und Erwachsene 5 Euro. Anmelden könnt Ihr Euch bis zum 13. Juni per Mail an kieselbart@dblt.de oder telefonisch unter 06264 940 3010.

Wer nun Lust bekommen hat und mehr über die Odenwälder Schäfer und das schmackhafte Lammfleisch erfahren möchte, findet weitere Informationen sowie alle an den 23. Odenwälder Lammwochen teilnehmenden Betriebe und Direktvermarkter finden Interessierte im Internet unter www.lammwochen.de.


 Rezepttipp: Lammhaxe in Schmucker Schwarzbier geschmort à la Hotel Berghof

Nun habe ich noch einen ganz besonders leckeren Rezepttipp für Euch: Lammhaxe in Schmucker Schwarzbier geschmort. Vielen Dank an das Hotel Berghof in Reichelsheim-Erzbach für das Rezept.

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Eines der vielen leckeren Rezepte vom Hotel Berghof aus Reichelsheim-Erzbach. Foto: Emmerich

Zutaten:

4 Lammhaxen

1 Flasche Schmucker Schwarzbier 0,5l

500 ml Lammfond

3 Zwiebeln

2 Karotten

Stange Lauch

1 Zweig Rosmarin

3 Knoblauchzehen

2 El. Tomatenmark

3 El. Öl

Salz und Pfeffer

nach Bedarf Kartoffelmehl zum Binden

Zubereitung:

Die Lammhaxe mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einem Topf erhitzen und die Haxen darin rund herum kräftig anbraten. Alles herausnehmen und das klein geschnittene Gemüse in den Topf geben, stark anbraten und mit Tomatenmark glasieren. Mit einem Schuss Schwarzbier ablöschen und das Ganze reduzieren lassen. Den Vorgang zweimal wiederholen und dann mit Lammfond und dem Rest des Bieres auffüllen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Lammhaxe einlegen, bei kleiner Hitze circa zwei Stunden schmoren lassen. Dann die Lammhaxe herausnehmen, das Kartoffelmehl mit etwas Wasser anrühren und die Soße mit Kartoffelmehl abbinden, dann die Soße durch ein Sieb passieren. Die Lammhaxe auf einem Teller anrichten und mit Soße überziehen. Dazu passen Bohnen und Serviettenknödel oder eine Kartoffelbeilage.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!

Eure Martina

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