Genießen trotz Glutenunverträglichkeit

Immer mehr Menschen leiden heute an Lebensmittelunverträglichkeiten. Etwa einer von 200 Menschen in Deutschland ist im Durchschnitt von der Autoimmunerkrankung Zöliakie betroffen ist. Doch wie werden Beschwerden vermieden und welche Alternativen gibt es?

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Anlässlich ihres Geburtstages hat uns meine Mitarbeiterin Yvonne Resch einen leckeren glutenfreien Mandelkuchen gebacken. Foto: Emmerich

Als Zöliakie bezeichnet man eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebeeiweiß Gluten, das in Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und Hafer vorkommt. Normalerweise wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile zerlegt und gelangt über die Schleimhaut in den Körper. Bei Zöliakie-Betroffenen führt die Zufuhr von Gluten zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Die Unverträglichkeit äußert sich mit Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfällen, Müdigkeit, Beschwerden an den Knochen, Leberentzündung oder Hautausschlag. Alternativ können Betroffene z. B. Gerichte aus Mais-, Buchweizen- und Hirsemehl verzehren, die vom erfahrenen Koch ebenfalls zubereitet werden können.

Vielfalt an Alternativprodukten
Inzwischen gibt es eine Vielzahl an glutenfreien Produkten auf dem Markt. Das Angebot reicht hier von glutenfreien Brötchen über Bagels bis hin zu Baguettes und Brotscheiben. Ein umfangreiches Produktangebot führt beispielsweise Dr. Schär. Das Unternehmen bietet von diversen Mehl- und Teigsorten über ein Pasta- und Brotsortiment auch verschiedene Süßspeisen – alles glutenfrei.

Auf getrennte Lagerung muss geachtet werden
Sowohl bei der Lagerung als auch bei der Zubereitung sollte eine Kontamination mit „herkömmlichen Lebensmitteln“ vermieden werden. Das ist allerdings nicht ganz einfach, denn bereits kleinste Krümel von glutenhaltigem Getreide können einem Zöliakie-Betroffenem heftiges Unwohlsein bereiten. Deswegen sind saubere Küchenutensilien und eine reine Arbeitsplatte Pflicht. Genauso wichtig ist es außerdem, glutenfreie Produkte in separatem Wasser zu kochen bzw. in anderem Öl zu braten.

Know-how und Engagement sind nötig
Wer von einer Glutenunverträglichkeit betroffen ist, sollte  Experten aufsuchen und diese befragen. Aufklärungsarbeit leisten im Vorfeld vor allem Vereine und Verbände wie die Deutsche Zöliakie Gesellschaft, Foren und Portale. Wer beispielsweise deutschlandweit unterwegs und auf der Suche nach geeigneten Restaurants, Cafés und Eisdielen ist, findet unter www.was-ist-zoeliakie.de/glutenfrei-essen-gehen eine Liste von entsprechenden Betrieben.


Mein glutenfreier Rezept-Tipp: schneller Mandelkuchen

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Mit frischer Schlagsahne schmeckt der glutenfreie Mandelkuchen besonders lecker. Foto: Emmerich

Zutaten:
300g gemahlene Mandeln
150g Zucker
6 Eiweiß

Zubereitung:
Die Eier trennen und sehr steif schlagen. Den Zucker und die gemahlenen Mandeln einrühren und in eine Springform füllen. Bei 180 Grad (Ober und Unterhitze) circa. 45 – 50 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Besonders lecker schmeckt der glutenfreie Mandelkuchen mit Schlagsahne.

Eure Martina

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